02.05.2014 -- Verarmt, vereinsamt, vom Glück verlassen, die Schaffenskraft erlahmend, von Salieri oder Süßmayr oder Hofdemel vergiftet, von Freimaurern ermordet … Die romantischen Legenden und Anekdoten um seine letzten Lebensjahre und das frühe Ende holen Mozart vom Podest des Genies auf eine fassbare Nähe hinunter. Doch längst sind diese Ammenmärchen durch Fakten widerlegt – Mozart starb eines natürlichen Todes, vermutlich infolge Nierenversagens.
Dass sich in den letzten vier Lebensjahren nicht der Geist des Abschiednehmens, der Resignation über Mozarts Leben und Schaffen legte, wie vielmehr frische künstlerische Impulse wirksam wurden, Mozart sich neue Richtungen in seiner musikalischen Arbeit erschloss, energisch neue Wege erkundete, hat Christoph Wolff zum Inhalt seiner jüngsten, 2012 publizierten Studie gemacht. Sie liegt nun in sorgfältiger Übersetzung auch in Deutsch vor.
