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Veröffentliche Beiträge in “Ereignisbesprechungen”

Tüftler und Experimentatoren der Volkmusik

12.09.2014 -- Zum vierten Mal nach 2008, 2010 und 2012 ist in und um die Zürcher Tonhalle die «Stubete am See» durchgeführt worden. Das Treffen der Repräsentanten der Neuen Schweizer Volksmusik legt einen Schwerpunkt auf die Instrumentalmusik und die Verbindungen zur klassischen Musik und bietet Raum für allerlei anregende Experimente. Der Anlass versteht sich explizit als Brückenschlag zwischen Schweizer Volksmusik und europäischer Kunstmusik. Er stellt dazu unter anderem ein «Ländlerorchester», für den er jeweils einen Kompositionsauftrag vergibt.

Conducting Academy des Menuhin Festival Gstaad

29.08.2014 -- Das Menuhin Festival Gstaad mutiert immer mehr von einer sommerlichen Konzertreihe zu einer eigentlichen Sommerakademie. Die jüngste Ergänzung der Angebote, die bereits Barockmusik, Gesang sowie Meisterkurse für Klavier- und Streicher umfassen, ist eine «Conducting Academy». Sie bietet zwanzig jungen Dirigenten die Möglichkeit, täglich unter professionellen Bedingungen zu arbeiten. In den kommenden Jahren soll sie «die interessantesten jungen Dirigenten fördern und einem breiteren Publikum, der Fachwelt und der Presse bekannt machen». Sie hat den Ehrgeiz, «zur führenden Sommerakademie in Europa» für den Dirigiernachwuchs zu werden. Eindrücke von einem Tag der mehrwöchigen Werkstatt für junge Dirigenten.

Brittens «Peter Grimes» in der Berner Reitschule

09.06.2014 -- Frau Despa haut auf die Pauke. Auch die andern Mitglieder des Berner Symphonieorchesters machen kakophonen Krach, während die Gäste eintreffen, als würden sie sich ‒ jeder für sich ‒ einspielen. Frau Despa, die Paukenistin des Orchesters, traktiert ihre Kessel aber so nachhaltig, dass mit der Zeit der Groschen fällt: das hat System, das gehört zum Spiel, da wird Stimmung gemacht. Da werden die Nerven geprüft. Da wird eingestimmt auf die düstere Handlung dieser Dogville-Inszenierung der Britten-Oper «Peter Grimes». Anderes in der Reithalle des alternativen Berner Kultur- und Begegnungszentrums Reitschule, an dem in klotziger Zierschrift an der Wand noch die Bahnregeln klargemacht werden, ist weniger offensichtlich oder bloss zufällig Teil der Inszenierung.

Händels «Amadigi di Gaula» im Stadtcasino Basel

01.06.2014 -- Das braucht schon eine gehörige Portion Chuzpe, eine zweieinhalbstündige Oper in asketischem Rahmen konzertant darzubieten ‒ wenn ihre einzige Daseinsberechtigung eingestandenermassen viel Theaterdonner, optisches Spektakel, skurrile Szenen und launische Pappkulissenatmosphäre ausmachen soll. Händels «Amadigi di Gaula» (HWV 11) ist auf den ersten Blick Spektakel pur, das Libretto «Schmarrn», wie selbst das Programmheft zum Konzert des Kammerorchester Basel  (KOB) im Basler Stadtcasino einräumen muss.

Das Osesp unter Marin Alsop in Zürich

14.10.2013 — In den letzten eineinhalb Jahrzehnten hat das Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo (Osesp) der brasilianischen Wirtschaftsmetropole…