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Revision der Kulturförderung auf Irrwegen

28.12.2007 -- Wirtschaft, Sozialwesen, Verteidigung und Finanzpolitik sind heute Gegenstand lebhafter bürgernaher Kontroversen. Ausgerechnet in der Kulturdiskussion, der Hochburg der Vordenker, hat sich in den letzten Jahrzehnten hingegen kaum etwas bewegt. Ein Blick auf die Umstände zum geplanten Kulturförderungsgesetz (KFG) lassen eigentlich nur einen Schluss zu: Die Verantwortung dafür trägt der Gesetzgeber. Die Zeche bezahlen die Kunst- und Kulturschaffenden.

Wege zu einer Schweizer Künstlersozialkasse

11.04.2007 -- In der Diskussion rund um das Kulturfördergesetz des Bundes ist auch die Frage nach der beruflichen Vorsorge für Künstler zum Thema geworden. In einem Bericht nimmt der Bund dazu Stellung. Wie Vorsorgemodelle aussehen können, zeigt etwa die Deutsche Künstlersozialversicherung.

Umstrittene Abgaben auf MP3-Playern

04.08.2006 -- Das Bundesgericht hat Beschwerden gegen Abgaben auf MP3-Playern aufschiebende Wirkung erteilt. Der Entscheid ist symptomatisch für das Ringen um ein angemessenes System zur freien Nutzung künstlerischer Produkte und ihrer Abgeltung.

Die Rolle der Musik in der nationalen Politik

02.06.2006 -- Christine Egerszegi ist nicht nur Vizepräsidentin des Schweizer Nationalrates, sondern in Bern auch Präsidentin der Parlamentarischen Gruppe Musik. Codex flores hat die Aargauer FDP-Vertreterin zur Bedeutung der Musik in der nationalen Politik, den Umbrüchen in der Bildungslandschaft und den liberalen Postulaten in der Kulturförderung befragt.

Ein neues Regime für die Kunstförderung

10.03.2006 -- Dass das aktuelle Kunstschaffen aus den gleichen staatlichen Fördertöpfen wie die Pflege des Kulturgutes gespiesen wird, ist ein historischer Irrtum. Die Fehlkonstruktion wird vom geplanten Schweizer Kulturförderungsgesetz zum Leidwesen von Künstlern, Politikern und dem Mann von der Strasse aufrechterhalten.

Der Nachwuchs im Opernhaus

28.11.2005 -- Das Publikum von Opern- und Konzerthäusern wird immer älter. Mit gezielten pädagogischen Programmen wird deshalb versucht, eine Verjüngung der Stammkundschaft zu erreichen. Auch das Opernhaus Zürich hat mehrere Förderprogramme für den Nachwuchs aufgegleist. Im Vordergrund stehen dabei aber nicht Bemühungen um die Verjüngung der Zuschauer.

Freie Software für die Musikwelt

10.06.2005 -- In Rahmen des Agnula-Projektes («A GNU/Linux Audio distribution») haben findige und unabhängige Softwaretüftler für Musikanwendungen unentgeltliche und urheberrechtsfreie Software entwickelt. Zuständig für das originelle Unternehmen ist heute der in Florenz tätige Andrea Glorioso. Codex flores hat sich mit ihm über Geschichte, Zweck und Zukunft des Vorhabens unterhalten.

Wie langsam ist so langsam wie möglich?

09.12.2004 -- In Halberstadt, einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt, zwischen Göttingen und Magdeburg, ist ein ungewöhnliches Projekt in Angriff genommen worden: In einer nicht mehr als Sakralraum genutzten, geschichtsträchtigen Kirche wird John Cages Orgelstück «Organ 2/ASLSP» so langsam gespielt, dass bis zum Verklingen des letzten Tones 639 Jahre vergehen werden.

Vogtland – Heimat der Instrumentenbauer

31.08.2004 -- Das sächsische Vogtland an der Grenze zu Tschechien bildete einst das Zentrum der weltweiten Produktion von Musikinstrumenten. Nach einem Jahrhundert des stetigen Niedergangs soll die Region wieder zu ihrer Bestimmung finden. Den Boden dazu legt das 1999 ins Leben gerufene einzigartige Projekt «Musicon Valley», das mittlerweile erste Resultate zeitigt.

Eingeübte Selbstaufgabe

20.04.2004 -- Das hört sich etwa so an: Herzblättchen, Trotzköpfchen, Lachtäubchen, Plappermäulchen, Zankteufelchen, Schmeichelkätzchen, Goldblondchen, Nesthäckchen . . . Was zur Not als infantilisierende Kosenamen für ein Kleinkind angehen mag, ist in Wirklichkeit ein Sammlung von Titeln einschlägiger Salonstücke, die um die Jahrhundertwende zum Repertoire der klavierspielenden «höheren Tochter» gehören.