von Wolfgang Böhler
31.10.2014 -- Generation Fahrig: Der Nachwuchs hängt am Smartphone wie an einer Infusionsflasche. Ist es mal offline, droht der Kollaps. Videos (mit Jö- oder Wäh-Effekt) in Zweiminuten-Häppchen konsumiert, rasch ein Like gesetzt, durch die zwanzig lustigsten Ausrutscher geklickt, nächstes Thema. Noch ein Facebook-Eintrag kommentiert, im Vorübergehen eine Online-Petition zum Tierschutz oder gegen die Ungerechtigkeit der Welt unterschrieben (man ist ja politisch engagiert), nächstes Thema… Zwar machen sie alle einen in sich versunkenen Eindruck, wenn sie krass konzentriert auf ihre Bildschirmchen starren. Sind sie aber nicht, eher abgetaucht. Der Welt abhanden gekommen. Allerdings ohne die Poesie Rückerts. Des Knaben Wunderhorn heute: ein iPhone.